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Unterschied zwischen Franggn (Franken) und Bayern Und überhaupt: Gibt es zwischen Franken und Bayern einen Unterschied? Schau mer mal... dann sehn mer scho!
Für die einen ist es der Inbegriff von Heimat. Für die anderen ist es ein schrulliger Teil dieses Bundeslandes im Süden Deutschlands, in dem die Menschen besonders komisch und irgendwie ganz niedlich sprechen. Auf jeden Fall ist Franken aber eine Welt für sich.
Lokalheld der Zugreister
Wer dort geboren wurde, hat gewisse Gewohnheiten, die ihn überall entlarven. Wer einmal in Franken gelebt hat, weiß, dass es dort Bräuche und Wörter gibt, die sich einem „Zugreisten“ auch nach Jahren nicht gänzlich erschließen. Wie war das noch einmal mit viertel Vier? Ist es nun 15:15 Uhr oder 15:45 Uhr? Auflösung: Der Frangge (Franke) meint mit viertel Vier um 15:15 Uhr! Also ¼ von 4.
15:45 Uhr wäre in Franken dreiviertel (¾) Vier, also noch nicht ganz 4, sondern eben halt (¾). Ist doch ganz einfach! Oder nicht?
Wohin geht der Franke zum Biertrinken?
Auf'n Keller! In Franken geht man nicht in den Biergarten, sondern auf’n Keller – und der liegt meist auf einer Anhöhe. Mancherorts, wie zum Beispiel in Forchheim, reiht sich Keller an Keller. Vorteil: Auf’m Keller hat man während des Biertrinkens eine wundervolle Aussicht! Die wohl bekanntesten Keller befinden sich in Erlangen. Dort wird jedes Jahr auf’m Berch die Bergkärwa (Bergkirchweih) gefeiert.
Ohne welches Wort ist ein fränkischer Satz möglich, aber sinnlos?
Fei. Es ist das praktischste und zugleich unpraktischste Füllwort der Welt. Man kann es immer verwenden; denn es bedeutet alles und nichts. Der einzige Zweck des Wortes besteht darin, dem Gesagten Nachdruck zu verleihen. Ein Beispiel: „Es is fei warm“ will heißen: „Es ist wirklich warm.“
Das fränkische Nationalgericht ist das ...?
Schäufele (Schäufala) Franken lieben Verniedlichungen. Bestes Beispiel ist das Wort „Schäuferle“, demzufolge eine kleine Schaufel. „Schäuferla“, eines der fränkischen Nationalgerichte, ist die hiesige Variante des Eisbeins und wird meistens mit Kartoffel- Kloß, und Sauerkraut (Blaukraut) serviert. Seinen Namen erhielt dieses wohlschmeckende Stück Fleisch von der Schulter des Schweins, aus der es entnommen ist und die wie eine Schaufel aussieht. Aber Vorsicht: Trotz der Verniedlichung ist ein „Schäuferle“ („Schäuferla“) alles andere als ein Snack für zwischendurch, sondern ein ordentlicher Fleischberg und wohlschmeckende Mahlzeit.
Wenn ein Franke bestürzt oder begeistert ist, dann sagt er?
Allmächd! „Allmächd!“ Besticht durch seine universelle Anwendbarkeit – der Ausruf geht einfach immer – drückt er doch die (meist verhaltene) fränkische Begeisterung, aber auch Freude aus. „Allmächd!“ Lässt sich mit dem hochdeutschen „Oh Gott“ vergleichen und geht auf den Allmächtigen zurück.
Was bestellt ein Franke in der Karpfen-Saison?
Ingreisch In allen Monaten mit einem „r“ im Namen ist Franken ein richtiges Karpfenland (Aischgründer Karpfen). Dann kommt nicht nur die in Fett ausgebackene Variante des fränkischen Karpfens auf den Tisch, sondern auch frittierter Milchner und Rogen – das sogenannte „Ingreisch“ (Eingeweide).
Ein fränkischer Streber ist ganz schön ...?
Gscheid Wer „gscheid“ ist, ist klug. Ähnlich wie das Wort fei wird gscheid aber auch zur Verstärkung von Aussagen verwendet. Ein Beispiel: „Es ist gscheid warm“ will heißen: „Es ist wirklich warm.“
Was sind Ansbacher, Coburger oder Nürnberger?
Bratwürste „Brodwerschdla“ (Bratwürste) sind aus dem Alltag in Franken nicht wegzudenken. In Nürnberg werden die kleinen Würstchen in Dreier-Paaren als „Drei im Weggla“ verspeist. In Ansbach hingegen gibt es die „Fränggische“; und die rauchige „Coburger“ wird traditionell über Kiefernzapfen gebraten.
Was kauft der Franke auf dem „Graffelmarkt“?
Kram „Graffel“ bedeutet so viel wie Kram, deshalb heißen Flohmärkte auch „Graffelmärkte“. Außerdem steht das Wort für jegliche Ansammlung von Dingen. Wird etwa jemand dazu aufgefordert, sein „Graffl“ zu packen, kann damit auch sein persönlicher Kram gemeint sein.
Wenn ein Franke eine männliche Person nicht leiden kann, dann nennt er ihn wie?
Grischbala Ein „Grischberla „ist ein schmächtiger und untrainierter Mann. Hauptsächlich wird das Wort als Schimpfwort benutzt für Menschen, die der Franke nicht leiden kann.
Was meint ein Franke, der „a Waadschen“ androht?
Eine Ohrfeige „Du kannst a Waadschen ham“ ist die Androhung einer Ohrfeige; synonym dafür kann „Schellen“ benutzt werden. Meistens steckt hinter der „Waadschen“ aber nicht mehr als die rein rhetorische Androhung.
 
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