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Der Nämbercher Peterlesbou - Der Nürnberger Petersilienbub Der Betreiber & Inhaber von franggen.de und franggn.de
ist gebürtiger Nürnberger, in Nürnberg aufgewachsen, lebt auch heute noch in Nürnberg und hat, wie soll es anders auch sein, von seinen Eltern den typisch Nürnberger Vornamen "Peter" fier ân Boum (für einen Buben) seiner Generation (19xx) bekommen.
Nach guter alter Fränggischer (Franken) Tradition muss das so sein, wenn der Daufbade (Taufpate) auch Peter geheißen hat. Bassd scho.
Bassd scho heißt und bedeutet: "Es paßt schon", "Es ist alles in Ordnung".
Merkst euch:
"Bassd scho" ist das größte Kompliment, zu dem ein Nürnberger oder ein Franke fähig ist, wenn er ein Urteil über ein Geschehen, eine Sache oder eine Person abgeben soll.
Der Vorname Peter gab mir natürlich Anlass, den Nicht-Fränkinnen und Nicht-Franken, also allen die wir Franggn als "Bräissen" (Preußen) bezeichnen, hier auch etwas darüber zu beschreiben, was ein Peterlesbou ist und es mit dem Nürnberger Spitznamen auf sich hat.
(Preußen an sich oder das außerbayerische, jedoch vor allem nördlich des Aussprechenden liegende Landgebiet. Für Südbayern liegt Preußen bereits nördlich des Mains, da Franggn (FrankenI) aber genau DA liegt, ist Preußen natürlich wesentlich weiter im Norden...)
Zum Namen (Spitznamen) Peterlesbou - Bäiderlasbou
„Peterlesbou“, auch „Poiterlesbou“, ist eine andere Schreibweise für den Mundartausdruck Bäiderlasbou, bekanntester Spitzname für einen gebürtigen Nürnberger, der nicht zwingend Peter heiß muss. Ein gebürtiger Nürnberger kann auch "Gerch / Schorsch" oder Paul heiß und wird als Peterlesbou umgangssprachlich bezeichnet. Hochdeutsch bedeutet er „Petersilienknabe“.
Dialektologischen Erfassung
Der Nürnberger Mundartforscher Dr. Herbert Maas führt das Wort „Bäiderlasbou“ in seinem Nürnberger Wörterbuch „Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn“ auf.

Die legendären 2 Nürnberger Peterlesboum
Die Peterlesboum waren Willi Händel (* 7. April 1930 in Nürnberg) und Karl Vogt (* 18. Mai 1926 in Erlangen, † 09. September 1988 in Nürnberg), ein sehr erfolgreiches Nürnberger Mundartgesangs- und Gitarren-Duo, dass zu den Stars der Humoristenszene nicht nur in Franken gehörte.
1958 traten Willi Händel und Karl Vogt zum ersten Mal bei einer Veranstaltung der Faschingsgesellschaft Buchnesia mit ihren selbstgeschriebenen Mundarttexten zu bekannten Schlagermelodien auf. Ihr Konzept waren gängige Schlager, Ohrwürmer mit einem möglichst fröhlichen Text in Nürnberger Mundart versehen und für zwei Gitarren arrangiert. Mit einem Minimum an Maskerade und einem Maximum an Musikalität und Witz rissen die beiden ihr Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Ihr erster Auftritt war so erfolgreich, dass die Beiden schon bald in aller Munde waren. Sie traten jedes Jahr u.a. bei Fastnachtsveranstaltungen, beim Nürnberger Volksfest und bei den Bockbierfesten auf.
Bevorzugte Bühnen der Peterlesboum waren die Halle des Turn- und Sportvereins 1846 an der Oberen Turnstraße (inzwischen abgerissen), die Humboldtsäle (ausrangiert), der Bauernfeindsaal, das Gesellschaftshaus Gartenstadt und ihr einziger jährlicher „Auslandsauftritt“, wie sie die Reise über die Stadtgrenze selbst bezeichneten, beim Poculator-Starkbierfest im Fürther Geismannsaal, der auch längst abgerissen ist.
Rundfunk- und Fernsehauftritte sorgten dafür, daß die Peterlesboum zu einem Aushängeschild des fränkischen Humors wurden.
1963 produzierten sie ihre erste Schallplatte, unter anderem mit ihrem bekanntesten Lied „Däi Baa, däi Baa, däi Baa“ nach der Melodie „Der Mond hält seine Wacht“. Über einen Zeitraum von 25 Jahren brachten sie rund 300 Schlagerparodien in Nürnberger Mundart heraus. Die zehn Schallplatten und Kassetten der Peterlesboum sind nicht mehr auf dem Markt, ein 1980 erschienenes Textbuch ist immer noch im Handel.
1988 starb Karl Vogt. Willi Händel wollte sich keinen anderen Partner mehr suchen. Er zog sich ins Privatleben zurück. Sein Sohn Bernd Händel trat allerdings in seine Fußstapfen und ist heute als Stimmenimitator und Bühnenkomiker erfolgreich.
Seit 1995 zieht eine von den Nürnberger Musikern Yogo Pausch und Conny Wagner ins Leben gerufene Peterlesboum Revival Band mit Budde Thiem, Uwe Kamolz und Norbert Meyer-Venus mit großer Resonanz durch die Kleinkunsttheater der Vorstädte. Sie erhält die Tradition des Duos aufrecht und verfaßt zum Teil auch neue Stücke im Peterlesboum-Stil . Erfolg mit diesem Konzept feiert auch die Nürnberger Formation „Wassd Scho Bassd Scho“.

Peterlesboum 2.0 in Veitshöchheim 2018
Bei Fastnacht in Franken am 02. Februar 2018 traten Bernd Händel und Volker Heißmann als Peterlesboum 2.0 auf.
Eine fränkische Humor-Legende in der nächsten Generation ist wieder da: „DIE 2 PETERLESBOUM – NEXT GENERATION“
Volker Heißmann (Commödie Fürth) und Bernd Händel (Entertainer und Sohn des „Original“-Peterlesbou Willi Händel) bringen das gefeierte Humor-Duo wieder zurück auf die Bühne. Die unvergessenen Lieder der beiden Originale feiern fröhliche Urständ!
Die beiden Parade-Nürnberger Karl Vogt und Willi Händel haben uns auf 13 LP ein unvergessenes, fränkisches Liedgut hinterlassen. Der kleinste – aber fröhlichste Xangsverein Frankens!
Die Liebe bleibt. Bernd Händel besingt seine Liebe zum 1. FC Nürnberg. Der "Glubb" als Herzenssache.
 
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